Rückblick auf vergangene Touren
Skitouren Winter 2017/18 Schochenspitze

Firn - Sonne – die Einzigen am Berg.

Die Schochenspitze (2096 m) mit ihrem schönen südlichen Gipfelhang im Tannheimer Tal war das Ziel unserer Skitourengruppe am letzten Samstag. Entspannt gondelten wir hinauf aufs Neunerköpfle. Statt vieler Schweißperlen gab´s dort ein breites Grinsen, denn der Tag begann gleich mit einer netten Firnabfahrt. Dann eisiger Aufstieg zur Strindenscharte, gefolgt von einer langen Firnabfahrt. Wieder bockhart gefrorener Schnee beim Anstieg, der auf die Südseite der Schochenspitze führte, dort richtig angenehm rauf zum Gipfel. Grandiose Aussicht in alle Richtungen und lange, gemütliche Brotzeit und sich auf die tolle Abfahrt weit runter ins Birkental freuen. Schöne Hänge enden immer viel zu früh. Also wieder auffellen, erst war es mal wieder knusprig, dann stiegen wir wieder den tollen Firnhang Richtung Sulzspitze hoch, den wir bereits morgens schon abgefahren waren. Thomas und Christian hatten noch genug Power, diesen Hang noch einmal zu fahren. Spannend dann der eisglatte erste Hang hinab zum Haldensee, der Schnee recht bald griffiger, die zu querenden Bächläufe immer mehr, der lange Forstweg nervte, die Gastwirtschaft wartete.

Eine super abwechslungsreiche Tour mit einem klasse Team! Wir freuen uns schon auf die nächste Tour mit euch.

 Iris und Ernst

 

Text: Iris Burre  Bilder: Ernst Bartsch / Teilnehmer

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Skitouren Winter 2017/18 Dremelspitze

Jedes Wetter an der Dremelspitze!

Der Wetterbericht am Dienstag hat bereits für Donnerstag und Freitag Schneefall vorausgesagt. Ich habe da bereits nach einer Alternativtour Ausschau gehalten. Nachdem bis Freitag wesentlich weniger Schnee als erwartet gefallen ist, geht’s dann doch in Richtung Dremelspitze. Anfangs noch enttäuscht über den spärlichen Neuschnee, stapften wir bei Gipfel im Nebel zur Hanauer Hütte. Die berühmte Bachüberquerung erleben wir diesmal mit Schneedecke 30 cm oberhalb dem Brückengeländer. Kurze Rast im noch warmen Winterraum mit Riegeln und trockenen Haferflocken aus dem Küchenschrank.

Keine Spur Richtung östliche Dremelscharte: „Mist, aber da müssen wir durch!“ Nach 300 weitere hm stellt sich starker Schneefall ein, die Temperatur fällt um bestimmt 5 Grad. Die Sicht wird immer schlechter. Die Rinne zur Scharte ist eine Herausforderung, denn der Untergrund unter den inzwischen mindestens 30 cm Neuschnee ist den Verhältnissen der letzten Zeit entsprechend bock hart gefroren. Eine Entgegenkommende Gruppe wartet etwas ungeduldig bis wir durch sind. Und an der Scharte das unfassbare: Blauer Himmel und Sonnenschein. Meine Finger tauen langsam wieder auf und die Brotzeit schmeckt grandios. Gegenüber der Westhang des Bergwerkskopfes. „Das wäre jetzt der Traum“. Doch wir sind uns einig. Das wird zu weit. Der Bergwerkskopf bleibt heute unbefahren! Anschließend der Südhang von der Scharte mit etwas ruppigem Untergrund. Der Rest freut sich über die aus deren Sicht recht lustigen Pannen. Nach dem ersten Drittel geht’s weiter im wunderbarem Neuschnee und der wärmenden Sonne zum Einstieg der westlichen Scharte. Einige Abfahrtsspuren geben zusätzliche Auskunft, dass der Hang „oben bleibt“ Nochmals quälen wir uns mühsam spurend die steile Rinne hoch, die noch wesentlich mehr Schnee hat als die zur östlichen Scharte und im oberen Teil saubere Spitzkehren und den Einsatz der Harscheisen erfordert. Alle meistern den Part souverän. Oben nach 1.500 hm angekommen zieht es wieder zu und wir schnattern erneut. Nach kurzer Pause stürzen wir uns in den Nordseitigen Pulverschnee, der sich bis ganz unten erstreckt. Einzige Schwierigkeit: die diffuse Sicht. Die seltsam schwindlig anmutenden Ausfallbewegungen passen teils recht gut zum Fasching.

Aufgrund der vielen Spurarbeit eine sehr anstrengende Angelegenheit, bestätigen wir uns gegenseitig in der Bergheimat. Heut schlafen wir gut!

Text: Ernst Bartsch  Bilder: Iris Burre/Ernst Bartsch

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