Wegebau

Geplante Arbeitseinsatztermine

Wir treffen uns auch regelmäßig zu gemeinsamen Arbeitseinsätzen - genauere Infos was gemacht wird und
Anmeldung bei unserem Wegereferenten Peter Ziegler, wegebau@alpenverein-fuessen.de oder Telefon: 08362/940944

Geplante Termine sind:

29.06.2019 Begehung Arbeitsgebiet
Wie alljährlich steht zu Beginn der Wandersaison und nach dem Verschwinden der letzten Schneefelder die Begehung unserer 40 km hochalpinen Wege an. Je mehr sich daran beteiligen, desto geringer werden die Streckenkilometer für den Einzelnen. Einfache Hindernisse Totholz, Sturmschäden, Steine werden sofort beseitigt, größere Schäden werden per Foto dokumentiert und nach der Helferbrotzeit auf der Fritz-Putz-Hütte von Peter eingesammelt.

Er freut sich auf eine große Beteiligung. Für neue Mitglieder ist das eine willkommene Gelegenheit unser Arbeitsgebiet kennenzulernen.
Treffpunkt 8:30 Uhr am Schwanseeparkplatz

 

13.07.2019 Arbeitseinsatz Wegebau

27.07.2019 Arbeitseinsatz Wegebau

03.08.2019 Arbeitseinsatz Wegebau

31.08.2019 Arbeitseinsatz Wegebau (vor der Bergmesse)

28.09.2019 Arbeitseinsatz Wegebau

Wir haben einen Mail-Verteiler eingerichtet, da wird ca. eine Woche vorher per Rundschreiben auf den kommenden Arbeitseinsatz hingewiesen und auch mehr Infos gegeben, was genau gemacht wird. Wer auf diesen Mail-Verteiler möchte, soll sich bitte bei der Geschäftsstelle melden (geschaeftsstelle@alpenverein-fuessen.de oder 08362/507188)

Informationen zum Wegebau

Den bayerischen Königen haben wir einige der von uns heute noch benutzten Wege unseres Arbeitsgebietes zu verdanken. Entstanden Sie damals als Reitwege für die königliche Jagd oder als Versorgungswege für die königlichen Jagdhütten.

In einer Welle romantischer Bergbegeisterung und Aufbruchstimmung hat dann unsere Gründergeneration der Sektion Füssen weitere Wege aber auch Hütten angelegt. Diese Männer und Frauen haben wahrscheinlich gespürt und bemerkt, dass im Alpinismus und Bergsport sich das Freizeitverhalten verändern wird und wollten dabei sein um die faszinierende Schönheit des Königswinkels, der Ammergauer-, Lechtaler-, Tannheimer-Berge und Allgäuer Alpen mit anderen Gleichgesinnten zu teilen und diese leichter erreichbar zu machen. Es war deren Weitblick die Berge nicht nur einer kleinen privilegierten Bevölkerungsschicht, sondern dem Großteil der Bevölkerung zu erschließen, die damals weder Urlaub noch Freizeit kannten und viel zu sehr mit der Beschaffung der alltäglichen Bedürfnisse befasst waren. So wurde um 1890 der uns bekannte Normalweg auf den Säuling durch Anselm Kiechle den ersten Bergführer von Füssen trassiert und erbaut.

In den letzten 25 Jahre stellte das Aufkommen neuer Trendsportarten wie Mountainbike, Schneeschuhwandern oder Bouldern neue Herausforderungen an unser Wege- netz. Zukünftig werden Wege aufgewertet werden und sind dann nicht nur Verbindungsstrecken, sondern verbinden Orte der Energie oder werden selbst zu „Kraft-Wegen“, die unsere Emotionen ansprechen und unsere Batterien wieder aufladen. Der heutige Mensch sucht einen Ausgleich aus der technisierten, schnelllebigen Welt in der herrlich „entschleunigten“ Natur. Größter Schatz und Garant für die Erholung ist eine intakte Natur, der Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Diesen Erholungsraum zu erhalten, den Alpentourismus zu lenken, das haben wir uns von der Sektion Füssen für unser Arbeitsgebiet vorgenommen und zur Verantwortung gemacht.

Die Aufgabe des Wegmachers / Wegewartes besteht in der Gewährleistung einer angemessenen Sicherheit für den Bergwanderer und in der Verhinderung einer immer mehr um sich greifenden Erosion. Jahreszeitlich bedingt beginnt das Jahr des Wegewartes mit Kontrollgängen und Beseitigung der im Winter und Frühjahr aufgetretenen Wind- und Schneebrüche und sonstigen wegversperrenden Hindernissen. Dabei gibt es kaum maschinelle Unterstützung und daher ist der Erhalt und die Sanierung der Bergwege eine der größten Aufgaben und Herausforderungen an die Sektionen des DAV.

Zu diesem Zweck haben wir uns mit weiteren Allgäuer Sektionen zur ARGE Wegebau zusammengeschlossen, die sich mit Hilfe von Sponsoren bemüht Wegeabschnitte die von unseren ehrenamtlichen Wegmachern nicht saniert werden können durch spezialisierte Fachfirmen wieder herstellen zu lassen. So geschehen auf dem Weg vom Rotmoos zum Kofeljoch, was Sanierungskosten in Höhe von 11.000 € bedeutete. Davor sind natürlich die Genehmiungen der bayerischen Staatsregierung dafür einzuholen. Deren Forderungen auf Nachhaltigkeit um Umweltverträglichkeit bei der Wegesanierung diskutiert und befolgt werden müssen.

Peter Ziegler
Wegereferent