Naturschutz

650 Bäumchen sind gepflanzt

Bei bestem Herbstwetter haben sich über 50 Helfer zwischen fünf und 75 Jahren an der Pfanzaktion unserer Sektion von der Bleckenau auf den Weg zur Kofelalm gemacht. Unweit der Sepp-Sollner-Hütte lagerten die schon vor Tagen mit dem Hubschrauber dorthin transportierten Jungpflänzchen. 400 Schwarzerlen und 250 Latschen warteten darauf, eingepflanzt zu werden. Ein wichtiger Beitrag zum Naturschutz, denn durch diese Pflanzen soll der bereits erkennbaren und fortschreitenden Erosion an diesem Steilhang Einhalt geboten werden.

Nach einer kurzen Unterweisung von Rainer Döppl und Martin Helmer vom Bayerischen Staatsfort an, die sich über die vielen Freiwilligen sehr freuten, ging es flugs an die Sache. Weil alle eifrig zupackten, war nach etwas mehr als einer Stunde die Arbeit schon getan.

Peter Ziegler, 1. Vorsitzender bedankte sich im Namen der Sektion, die das Projekt gerne finanziert hat, bei allen fleißigen Helfern - darunter auch fünf Asylbewerber. Danach lud er alle zur deftigen Brotzeit vor der Kofelalm ein.

(Bericht und Bilder von Manfred Sailer)

 

Die Alpen bilden einen in Europa einzigartigen Natur- und Kulturraum, in dem 14 Mio. Menschen leben und noch zusätzliche 14 Mio. Touristen jährlich besuchen. Diese Landschaft ist immer das Ergebnis von Kultur und Natur und ein gemeinsames Erbe das auch außerhalb der Schutzgebiete zu bewahren ist. Sie ist Allgemeingut und soziales Kapital denn sie hat Erholungs- und Erlebniswert den wir immer dringender benötigen.

Die Natur kann man nicht unter eine museale Glasglocke stellen, man muss die Natur vor dem Menschen für den Menschen schützen. Man muss zulassen dass der Mensch in die Natur kann, ohne sie jedoch kaputt zu machen, damit er die Zusammenhänge begreift, da immer mehr Menschen diese Natur nicht aus eigenen Beobachtungen, Überlieferungen bekannt ist. Mit heute 30 Urlaubstagen statt früher 12 haben wir wesentlich mehr Möglichkeiten in die Natur zu gehen, was den Boom beim Wandern, Bergsteigen, Mountainbiken erklärt.

Die Sektion übernimmt im Altlandkreis auch diese gesellschaftspolitische Aufgabe und trägt zur Bewußtseinsbildung der Bergtouristen bei, vermittelt einen rücksichtsvollen Umgang mit der Natur (z.B. heuer Abschluss des Projektes Skibergsteigen umweltfreundlich) und widmet sich landschaftspflegerischen Maßnahmen nicht nur an unseren heimischen Naturfelsen und Klettergebieten. Hier sind wir gerne Gesprächspartner der Kommunen und Behörden bei Wegeprojekten und -konzepten.

Peter Ziegler, 1. Vorsitzender